SpreeparkRuinen – die Zweite

6 08 2013

Der jahrzehntelange Zerfall ehemals sehr guter Technik bringt uns schaurigschöne Photomotive en masse, wie hier die riesige Wildwasserbahn, die sich über mehrere Hektar erstreckt und mal eine der Hauptattraktionen des Spreeparks war. wildwasserbahnwildwasserbahn2Das Dilemma der Betreiber hatte natürlich auch Ursachen. Die Stadt Berlin veräußerte kurz nach der Wende das Areal mit der Maßgabe, einen „Vergnügungspark nach westlichem Vorbild“ dort errichten zu lassen. Der bräuchte mindestens 1,8Millionen Besucher pro Jahr. Über 2Millionen wären natürlich besser. Dann fiel der Stadt ein, das Gelände als Natur- und Landschaftsschutzgebiet zu deklarieren, was eine Besucherzahlbegrenzung auf 300.000 pro Jahr nach sich zog. Damit waren alle Chancen, diesen Park gewinnbringend zu betreiben dahin und so kam es wie es kommen mußte. Und deshalb sieht es dort auch so aus. Mittlerweile sind auf dem Gelände sämtliche Kabel gestohlen worden und eine Wiederinbetriebnahme ist nur noch mit erheblichem Aufwand – wenn überhaupt – möglich. AchterbahnHier ist die langsam überwucherte Achterbahn zu sehen. In der Station stehen sogar noch einige Wagen, die Station selbst ist aber mittlerweile baufällig. SchienenautosDer SchienenautoParcours rottet genau so vor sich hin wie die Bahnstationen der Parkbahn, die allerdings immer noch fährt.schwanenboote Merkwürdigerweise stehen immer noch Investoren in den Startlöchern, die dieses Dornröschenreich wiederbeleben wollen. Nur die Stadt Berlin steht allem recht mißtraisch im Weg und so werden wir bestimmt noch Gelegenheit haben, in zwei – drei Jahren zu schauen, wieweit die morbiden Reste weiter zerfallen sind.





Kunst am und im Bau:

3 03 2012

Am letzten Freitag bin ich mit dem Fahrrad ins ca 6km entfernte NachbarDorf gefahren, um mein Auto aus der Werkstatt zu holen.Bremsbacken vorne und die sog. „DomLager“ hatten es hinter sich und mußten gewexelt werden. Auf dem Weg dorthin fiel mir das AbwasserPumpenHaus auf, das dieses Frühjahr in neuem Outfit daherkommt. Was’n Quatsch! Ein Haus kommt doch nicht daher!!!

Aber wir, meine LeuchtturmWärterin und meinereiner haben am letzten Sonntach auf dem RyckWeg von Karlshagen (Richthofen- Toastbrotgeschwader) diese gefährlich baufällige Halle eines ehemaligen AgroChemischen Zentrums in  Augenschein genommen. Dort wurden vor 20 jahren die AgrarFlugzeuge, die sog. MistBomber mit Düngemitteln oder Chemischen Keulen beladen, die sie dann auf die Äcker ausbrachten. Und wenn es ein schnöder IndustrieBau ist – auch solche Häuser erzählen Geschichten: Und  im asbestfasergesättigten InnenRaum gibts übrigens auch Modern Art zu bestaunen*grins*

Es war zwar noch recht kühl aber dafür wundersonnig und wir waren doch etwas erstaunt, warum es auf dem ganzen Gelände überhaupt keine MaulwurfsHügel gab, wo doch die Felder im Umfeld komplett übersät waren. Kurz hinter der Hofauffahrt offenbarte sich die wahrscheinliche Ursache dafür: carnivore Pflanzen! WANNUCKIS ! 

Also VORSICHT beim Besichtigen dieser alten LandwirtschaftsImmobilie, besonders wenn man mit Hund unterwegs ist.