ganz still gegen Nazis…

15 11 2012

 

…und deren nächtlichen StolpersteinKlau leuchten immer mehr kleine Lichter in der Greifswalder Innenstadt. So haben sie es sich nicht gedacht, die Herren Nazis, daß eine ganze Stadt darauf achtet, daß die Lichter in der Nacht brennen und wieder angezündet werden, sollte der Wind (oder jemand Anderes ) sie auspusten.

Diese Lichter stehen am PapierHaus in der Brüggstraße, an der Loeffler-Straße 3 und an der Loeffler-Straße 23

Auch wenn die Wunden im Trottoir provisorisch verschlossen wurden, weil die Stadt ihrer Sicherungspflicht nachgekommen ist, werden die Lichter an den Stellen weiterbrennen – bis neue Stolpersteine gelegt werden. Und die Bürger dieser Stadt sorgen in einer Geldsammlung dafür, die auch aus anderen Städten wie Berlin und Hamburg mit unterstützt wird. Noch vor Jahresende werden die neuen Steine da sein, so der Künstler Gunter Demnig aus Köln.





und schon ist es Herbst

13 10 2011

Vergangen ist der Sommer, der so keiner war. Die Blätter werden bunt, der Wind heftiger, RegenWolken ziehen übers Land  und bald werden wir wieder die Autoscheiben freikratzen. Herbst ist auch in den USA und auch in Israel. In beiden Ländern gehen zur Zeit immer mehr Menschen auf die Straße – und nicht nur das: sie  wohnen für einige Zeit auf der Straße. In Jerusalem und Tel Aviv protestieren junge Leute gegen Mietwucher und ständige Preissteigerungen fürs Wohnen, gegen Spekulanten, die den WohnungsMarkt in Israel komplett unterwandert  haben. In Italien steht das Volk auf und protestiert gegen die aus dem Ruder laufende EigenDynamik des Banken-Un-Wesens, die immer mehr Armut in großen Teilen der Bevölkerung erzeugt. Die Vereinigten Staaten erleben derzeit auch eine völlig neue Art des Protestes. Dort geht es in der Bewegung „Occupy The Wall-Street“ gegen allgegenwärtige Spekulation mit allem, dagegen, daß mit dem Wetten auf Gewinne oder Verluste im AktienHandel Geld „verdient“ wird.  Eine ganze Armee unseriöser FinanzBerater verkauft den Leuten FinanzProdukte, mit denen diese ihr gesamtes Erspartes verlieren. Das eigentliche GeschäftsFeld von Banken wird mehr und mehr vernachlässigt, weil es zu wenig Gewinn abwirft. Der Geldwert ist zunehmend nur noch Makulatur, denn es werden zwar immer höhere Summen bewegt, die aber nur auf Inflation beruhen. Das wird aber allen Ernstes als „realer Gewinn“ verkauft. Eventuelle Lohnerhöhungen werden sofort von Steuer und Inflation wieder aufgezehrt und letztendlich haben die Leute weniger in der Tasche, wenns auch nominell mehr ist.  Das kapitalistische GeldSystem steht kurz vor dem Kollaps und immer mehr Menschen sehen das. Sie sehen in Griechenland, in Spanien, Italien, Israel und US-Amerika und auch hier in Deutschland, wie alles teurer und teurer wird, wie einige Wenige immer reicher werden, immer dickere Autos und Yachten fahren, während immer größere Teile der Bevölkerung von der Teilhabe am Leben abgeschnitten werden, für die es gerademal noch zum Über-Leben reicht.  Vorbei sind die Zeiten, in denen durch Erbringen einer Leistung, durch Herstellung einer Ware, durch klassische WertSchöpfung im eigentlichen Sinne des Wortes Geld verdient wurde. Jetzt wird im Kleinen wie im Großen die wundersame  GeldVermehrung praktiziert, indem Aktien und WertPapiere gekauft und wieder verkauft werden, ohne daß in irgendeiner Weise etwas sinnvolles produziert wird. So baut sich gerade eine riesengroße Blase auf, die im Begriff ist, uns in allzunaher Zukunft mit lautem Knall um die Ohren zu fliegen. Die momentan so vielzitierte BankenKrise ist da erst der Anfang. Wieder wird der SteuerZahler in D-Land und überall in Europa zur  Kasse gebeten, um die ZockerMentalität der BörsenSpekulanten an den Banken ein weiteres Mal zu stützen. Es ist an der Zeit, daß im 20. Jahre nach dem Ende der DDR wieder ein heilender Impuls durch das Land geht, bevor wieder ein Führer oder GeneralSekretär das Ruder übernimmt. Jetzt ist mal wieder ziviler Ungehorsam gefragt. Am kommenden Sonnabend geht es auch in Greifswald auf dem MarktPlatz um einen originellen Protest gegen den immer größer werdenden Kontrast zwischen arm und reich. Es geht  darum, daß auch nachfolgende Generationen mit ihrem Einkommen noch auskommen. In Zeiten, in denen sich hunderttausende junge Leute von einem Praktikum zum anderen, von einer befristeten Teilzeitstelle zur anderen durchhangeln, in Zeiten, wo GewinnOptimierung auf  Kosten der MitarbeiterInnen, auf Kosten der Qualität praktiziert wird, wo es nur darum geht, Fördermittel abzugreifen und sofort wieder zu verschwinden und die Belegschaft zu entlassen, wenn diese auslaufen, kann nur breitangelegter Protest helfen. Ein Protest, der von den Bürgern selbst kommt, gewaltfrei und kreativ. Denn fortschreitender NeoLiberalismus zerstört die BürgerGesellschaft, bereitet den Weg für Stalinisten und Nazis.

Also am Sonnabend in Greifswald: MarktPlatz okkupieren! Bunt. Schräg. Gewaltfrei. 15 bis 18 Uhr.





Vier Castoren und viel Schnee

16 12 2010

kommen nach Pommern. Weiße WeihnachtsGeschenke in Form kleiner weißer Kristalle und großer weißer TransportContainer.  Zu dem Anlaß gibts am Greifswalder Weihnachtsmarkt derzeit viel alternativen Christbaumschmuck zu bestaunen.

In aller Herrgottsfrühe soll der Zug mit der strahlenden Fracht in MV ankommen und die Spediteure hoffen, den Zug bis zum Mittag auf dem EWN- Gelände zu haben. NDR- Teams sind vor Ort mit Ü-Wagen und werden ausführlich berichten.

Es ist milder geworden und momentan schneit es noch nicht. Auf dem Ryck ist auch kein Eis mehr, so daß es momentan auch erträglich ist für die SchwellenHocker, MahnWächter,  und die Besatzungen der grünweißen und blausilbernen PartyBusse entlang des CastorWeges. In der schönsten Hansestadt am Ryck ist es bis auf ein paar siegheilpöbelnden EinZeller in der MühlenStraße (nööö, Nazis gibts doch bei uns nich) ruhig und friedlich und nach einem spätabendlichen StadtRundgang mit Frau Momo aus dem Fiete-und-Hein-Land gehen jetzt hier auf meinem Turm die Lichter aus. Mal schauen, ob wir in der Frühe den Zug in Greifswald begrüßen.Der SchneeSturm wird im Laufe des Donnerstags über das PommerLand brausen und bis mindestens Sonnabend mittag jeglichen Betrieb der Deutschen Bahn unmöglich machen. Vereiste Oberleitungen, eingefrorene Weichen, abrüsselnde Lokomotiven, mindestens drei SchneeFlocken hochkant auf dem Gleis werden zwar die CastorAnkunft nur unwesentlich, die Frau-Momo-Abreise allerdinx erheblich verzögern

Allen hier eine GN8

NachTrag 07:25: Das SchneeTief Petra raucht gerade über Friesland und soll bis Nachmittag in Pommern ankommenund der CastorZug ist in der Nähe der SchwermaschinenbauBude SKET wohl 20 Minuzten gestoppt worden, soll seit 07:14 aber aus Magdeburg wieder weitergefahren sein. Bin gespannt, ob Petra und Castor sich hier vor dem EWN-Tor am AnschlußGleis treffen. Letzeterer kommt wohl laut ContrAtom-Recherche über Stendal, Wittenberge, Schwerin. ContrAtom schätzt, daß der Zug von Wittenberge bis hier hoch ca. 5-6Stunden brauchen wird. BildQuelle: www.ard.de

Update 19:45…

Weder der Castor noch die Petra sind bisher in Lubmin äääh Rubenow angekommen. Fünf GreenPeaceLeute hingen eine knappe Stunde an der Brücke Diedrichshagen und blockierten den SchienenWeg. Die Polizei ist derzeit noch dabei, zwei RobinWood- Leute aus dem GleisBett zu prökeln. Die haben unter den Schwellen einen BetonKlotz deponiert, an dem sie sich angekettet haben. Einer ist mittlerweile freigelegt, der andere ist immer noch fest. Und so steht der CastorZug immernoch ca. 12km vor dem ZwischenLager und eine gewisse Häme kann ich mir hier nich verkneifen.