Verkehrte Welt an der See:

20 04 2011

Mal abgesehen von der Tatsache, daß es jetzt anfängt, ungemütlich zu werden an den Stränden der „etablierten“ feinen SeeBäder an der pommerschen OstseeKüste (weil jetzt gerade zu Ostern beginnend Scharen,  ja ganze HeerScharen von Leuten hier hoch kommen, die Strände so dicht bevölkert sind wie die ShoppingMeilen der Großstädte) hatten wir am SonnTag sehr eigenartige LebeWesen am Strand photographiert. So komme ich dann zur „verkehrten Welt“ denn es gab schwebende Hunde, schwimmende Hunde, fast schwimmende Krähen und fast keine Möwen. Keine Ahnung, wohin die sich geflüchtet haben. Und dann will ich doch nochmal kurz in den universitätseigenen Wald, den ElisenHain abbiegen, wo jetzt grade die Anemonen, die Buschwindröschen wie wild blühen. Nur noch wenige Tage, dann ist das BuchenLaub so dicht, daß das Licht am WaldBoden für die Blühpflanzen zu schwach wird. So schön ist jetzt endlich auch in Vorpommern der Frühling geworden, der im Rest Deutschlands ja schon dem Sommer weicht. Alles freut sich über das schöne Wetter, das nun aber schon wieder zu trocken ist, so daß es für die meisten Pflanzen schon eng wird. Hoffen wir also auf feinstes OsterWetter und auf einen gepflegten LandRegen nach Ostern, nachdem die vorpommerschen Äcker lechzen.

Übrigens: auch dieses Jahr ließ die BundesRegierung in persona Peter Ramsauer wieder den alljährlichen TestBallon steigen, um zu sehen, wieviele Sekunden das Volk braucht, um diesen vom Himmel zu schießen. Langsam wollen sie die Bastion sturmreif schießen. Jeder in D-Land weiß doch mittlerweile, was es bedeutet, wenn dann ein Politiker/eine Politikerin sagt: „Niemand hat die Absicht, hier… “  Die AutoFahrer sind und bleiben die MilchKuh der Nation, über das Auto kriegen sie eben fast alle. Wir müssen dann alle einen Kurs in japanischer Gelassenheit „zahlen und lächeln“ belegen und dann wird alles gut. In diesem Sinne also „Buenos Aires“ oder „Frohe Ostern“





Nutzerfinanzierung

7 02 2010

ist die vornehme Umschreibung für ein Projekt, das noch in dieser Legislaturperiode aufs Tapet gehoben wird. Der Staat ist chronisch klamm und stets auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, den Bürger zur Kasse zu bitten. Und womit kriegt er (fast) alle Bürger? Über das Auto und die Straßen. Das LKW- Mauterfassungssystem ist von vornherein so ausgelegt, daß es auch bei 200km/h und gleichzeitigem SpurWexel funktioniert – ein Schelm, der Arges dabei denkt, oder?

Offiziell tönte Frau Kanzlerin noch im vergangenen September: „Ich möchte keine PKW- Maut“ In Wirklichkeit wird im Verkehrsministerium unter dem sauberen Herrn Ramsauer emsig an einer Lösung gefrickelt, von PKW-Fahrern einen WegeZoll abzupressen. Die Infrastruktur ist doch nun schonmal da, die vielen Kontrollbrücken, mit denen doch bestimmt jetzt schon alle Autokennzeichen gescannt werden. G’standne bayerische CSU- Mannsbuider wie der wackere Herr Seehofer läßt schonmal die Katze aus dem Sacke indem er bestätigt, daß eine PKW-Maut „über kurz oder lang kommen“ werde. Der Landesvater von BaWü ist erklärtemaßen Pro Maut und läßt das auch deutlich in der Bundes- CDU verlauten. Der feine Herr Verkehrsminister hat dann auch noch den Schneid, sich hinzustellen und zu behaupten, daß eine PKW-Maut „für die Bundesregierung nicht auf der Tagesordnung stehe“

Spätestens 2014 werden Wolfgang Schäubles Augen leuchten – aus zwei Gründen:

1. in seiner vorherigen Funktion als InnenMinister hat er nachträglich den Gläsernen Bürger, stets überwacht vom BigBrother in den Autobahn- Kontrollbrücken und                                                                                                                                             2. in seiner jetzigen Funktion als Erster Kassenwart des Staates wird es ihn freuen, daß zusätzlich zur lückenlosen Überwachung auch noch Geld, viel Geld ins schlaffe Staatssäckel fließt, das mitnichten zur Verbesserung und Wartung des Fernstraßennetzes verwendet wird. Schon jetzt werden nur knapp ein Drittel dessen, was an KFZ-Steuern, Mineralölsteuern, Umsatzsteuern auf Benzin, und LKW-Maut reinkommt wirklich in die Straßen und Autobahnen investiert. Schlimmer noch: Der Staat ersetzt „eigene“ Mittel durch die Gelder der LKW-Maut, die es seit 2004 gibt.

Ein weiterer Effekt wird sein, daß es auf den mautfreien Landes- und Bundesstraßen enger und gefährlicher werden wird, weil viele Autofahrer sich den Luxus einer Autobahnnutzung nicht mehr leisten können.

Aber endlich hat Vater Staat wieder mal eine effektive Methode zum Abmelken der MilchKuh der Nation im Köcher.Das ist doch ein anderer Schnack als die lumpigen Fünf-Euro-Scheine für die sinn- und nutzlosen Umweltplaketten. Übrigens ruiniert ein einziger 40-Tonner die Chaussee so stark wie 160.000 PKW und ich hoffe, daß es genug Kräfte in dieser BundesRepublik gibt, die die erneute Abzocke durch den Staat wenn schon nicht verhindern, dann doch wenigstens noch etwas hinauszögern.