Von unten nicht zu erkennen,

9 05 2011

wer hoch oben auf dem NikolaiTurm aus der AntiAtomSonne strahlt*grins*

Und so pfoffen es die Greifswalder StadtSpatzen schon seit Tagen von den Dächern, was ich erst jetzt beim genaueren Betrachten der Bilder erkannte. Das gelbrote Tuch ist mittlerweile wieder runter von Turm, aber ich will es doch nochmal zeigen. Apropos „STRAHLEN“ : Guckt mal das hier: STRAHLENDER Sonnenschein im SeeBad Lubmin, in der Nähe der STRAHLENDEN Reste der Kernkraftnutzung. Allerdings war es durch den nach wie vor auf der Küste stehenden Ostwind recht kühl, während der Rest des Landes schon sommerliche Temperaturen hatte. Aber wir waren am Meer, wenn auch nur ganz kurz, denn wir hatten beide noch Dienst an diesem STRAHLENDEN SonnTag.

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ANGEKOMMEN, aber mit reichlich Verspätung

17 12 2010

 

.. ist der Zug mit den vier KNK- Castoren – und ist nach einigen Rangierarbeiten auf dem Gelände des Zwischenlagers kurz vor 23:00 Uhr endgültig im Innern der graublauen Halle verschwunden. Die Polizei hat auf einer PresseKonferenz in Anklam konstatieren müssen, daß RobinWood in der Situation einfach mal besser war. Der Einsatzleiter der BundesPolizei zollte den RoWo- Leuten Respekt, verteidigte aber auch seine Leute, die in dem ihnen zur Verfügung stehenden personellen und zeitlichen Rahmen alles machbare auch geleistet haben. mein Respekt gilt hier allen, die sich am Protest beteiligt haben, die Leute an und auf dem Gleis, von der VoKü, der MuseumsWerft, der AAI, der DomGemeinde, dem KLEX und IKUWO, der LeuchtturmWärterin von FederLesen und Meer und und und …

Und ich bin froh, daß weitestgehend alle Beteiligten in gegenseitiger Achtung miteinander umgingen – auch die PolizistInnen an der Strecke. Hier ist auch ein Zeichen gesetzt worden.

Im Februar schon kommen die nächsten CastorBehälter mit den GlasKokillen aus der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe. Nach dem Castor ist eben auch wieder vor dem Castor. Und hier nochmal der zeitliche Ablauf des Transports von Cadarache bis zum ZwL in Lubmin – geklaut aus dem CastorTicker.de.

DO 22:54 Lubmin ZLN-Halle
DO 21:58 Bahnübergang Lubmin
DO 21:45 Kräpelin
DO 21:23 Kemnitz
DO 21:16 RoWo-Blockade (ab)
DO 14:56 Robin Wood (an)
DO 14:38 Diedrichshagen
DO 14:35 Greifswald Süd (ab)
DO 14:19 Greifswald Süd (an)
DO 14:11 Greifswald
DO 13:36 Jeeser
DO 13:33 Miltzow
DO 13:20 Stralsund Hbf
DO 13:17 Stralsund Grünhufe
DO 12:52 Ribnitz-Damgarten O.
DO 12:49 Ribnitz-Damgarten W.
DO 12:43 Rövershagen
DO 12:38 Bentwisch (ab)
DO 12:27 Bentwisch (an)
DO 11:58 Brinckmannsdorf
DO 11:44 Schwaan
DO 11:35 Bützow
DO 11:10 Hohen Viecheln
DO 10:55 Schwerin Nord
DO 10:44 Schwerin Süd
DO 09:56 Ludwigslust
DO 09:49 Vor Ludwigslust (ab)
DO 09:25 Vor Ludwigslust (an)
DO 09:09 Wittenberge
DO 08:53 Seehausen
DO 08:25 Stendal
DO 07:15 Magdeburg (ab)
DO 04:40 Magdeburg (an)
DO 03:36 Schönebeck
DO 02:41 Köthen
DO 02:18 Halle (Saale) (ab)
DO 01:41 Halle (Saale) (an)
DO 01:13 Groß Korbetha
DO 00:55 Weißenfels
DO 00:01 Erfurt
MI 23:20 Eisenach
MI 22:22 Hönebach
MI 22:15 Bebra
MI 20:33 Hünfeld
MI 20:31 Fulda
MI 20:30 Wächtersbach
MI 20:24 Gelnhausen
MI 19:44 Babenhausen (ab)
MI 19:31 Babenhausen (an)
MI 19:14 Dieburg
MI 19:07 Darmstadt-Nord
MI 18:50 Klein Gerau
MI 18:29 Biblis
MI 18:22 Lampertheim
MI 18:16 Mannheim Käfertal
MI 18:03 Mannheim
MI 17:57 Ludwigshafen
MI 17:29 Neustadt Weinstraße
MI 17:12 Hochspeyer
MI 16:49 Homburg/Saar
MI 16:30 Neunkirchen (ab)
MI 16:00 Neunkirchen (an)
MI 15:15 Saarbrücken
MI 14:09 Forbach (ab)
MI 12:50 Forbach (an)
MI 11:35 Metz-Peltre
MI 09:40 Blénod-lès-Toul
MI 08:31 Chaudenay
MI 00:23 Valence Ville
DI 20:04 Aix-en-Provence
DI 10:00 Cadarache




3600

12 12 2010

Menschen auf der Straße hier in Greifswald. Alles bunt, alles friedlich, alle Farben außer braun. Offiziell sind es nur 3100 gewesen, die sich bei anfangs strömendem Regen auf dem BusBahnhof einfanden zur Demo gegen das AtomKlo in der Gemarkung Rubenow nahe dem SeeBad Lubmin*grins* einfanden.  Es ist schon lustig, wie die Demo von den OZlern dargestellt werden. Da ist es zum Beispiel wichtig, daß das Auto des auch an der Demo teilnehmenden MinisterPräsidenten Erwin Sellering in der Fleischervorstadt „versteckt“ wurde, um es vor dem Mob zu schützen*saufrechgrins*

Laute Ska- Musik und viele Reden – unter anderem vom Bischof Abromeit von der Pommerschen Evangelischen Kirche, der die Meinung vertrat, daß die AtomEnergie niemals hätte entwickelt werden dürfen. Wobei ich da denke, daß in der 1950er Jahren noch gar keiner absehen konnte, wie problematisch sich die Entsorgung der entstehenden Abfälle gestaltet. Es ist ein langer Prozeß, die SystemFehler als solche zu erkennen und jetzt sollte es so schnell wie möglich gehen, die noch arbeitenden KernKraftWerke außer Dienst zu stellen. Und es sollten auch die KraftwerksBetreiber an den Kosten für die Entsorgung des radioaktiven Materials beteiligt werden. Warum läßt man die BrennElemente nicht an den KraftwerksStandorten, wodurch sich das aufwendige Transportieren der CastorBehälter erübrigen würde?

Klar, daß die radioaktiven Abfälle aus Cadarache wieder zurück nach Deutschland müssen, denn hier ist das Zeug schließlich entstanden und wir können von Niemandem in der Welt verlangen, „unseren“ AtomMüll zu lagern. Und so ist es auch konsequent und richtig, daß der AtomMüllTransport nach Mayak in Rußland abgesagt wurde.Es gilt aber auch hier in Greifswald und Lubmin ein Stückweit das St. FloriansPrinzip. Keiner will das Zeug vor der eigenen HausTür haben – verständlich! Solange es noch kein Endlager, ja noch nichteinmal eine praktikable Technologie für die Endlagerung hochradioaktiven Materials gibt, werden die Zwischenlager de facto Endlager sein. Bei den HalbWertZeiten, von denen die Rede ist, drängt die Zeit ja nicht – und „nach mir die SintFlut“…

Langsam kommt es auch in Pommern zu einem Umdenken – auch von Menschen, die im KKW gearbeitet haben und die Technik der AtomEnergieGewinnung bis vor Kurzem noch verteidigt haben. Es war ein hoffnungsvoller AufTakt und die einzigen „Schwarzen Blöcke“ waren die Uniformierten, die aus Hamburg, NiederSachsen und HedwigHolzbein herbeibeordert wurden, die aber zu keiner Zeit aktiv werden mußten und ihre Helme am Koppel statt auf dem Kopf trugen. Aber schaut selbst, wie bunt und fröhlich es hier in Greifswald war.

Das war praktisch die generalProbe. Am 14. Dezembär geht der CastorZug auf die Reise von Cadarache hier hoch – und am 14. Dezember heißt es „Arsch huh und Zäng ussenander“. AtomKraft raus – Nazis abschalten.

Und das wieder bunt und fröhlich und gewaltfrei. Zeichen setzen gegen reichlich vorhandenes braunes Gedanken“gut“ hierzulande.





Mit WindKraft gegen KernKraft

1 11 2010

… fuhren sie heute morgen gegen zehn Uhr vom Greifswalder Museumshafen los, um vier Stunden später einen langen Bogen vor dem Auslaufkanal des KKW ziehend mit lautem Getrommel vor die SeeBrücke Lubmin zu fahren. vier Kilometer über den Ryck bis zur Wiecker Klappbrücke und dann unter Maschine, weil fast kein Wind bis nach Lubmin. zeitgleich brachen auch zwei GreenPeace- Leute mit dem Fahrrad auf nach Lubmin, die dort einen InfoStand aufbauen. Und dann tauchten gegen 13:00 die Schiffe aus dem SeeNebel auf, Kurs Auslaufkanal. In der Ferne beobachtet von einem PolizeiBootUnd wie bestellt, guckte die dicke Frau Osram durch die Wolkendecke und tauchte die zur SeeBrücke fahrenden Schiffe in goldenes Licht.

Soviel zum SonntagNachmittag am Lubminer Strand. Es waren schätzungsweise 250Leute gekommen. Klingt nicht viel aber für Vorpommern, der dünnstbesiedelzten Region D-Lands doch schon ganz beachtlich.





ich hab sonnen Halz…

26 10 2010

Wir haben hier oben schon immer vermutet, daß ein so großes Atommüllager(Zwischenlager*hahaha*) bestimmt nicht nur für die starkstrahlenden Abfälle aus Lubmin und Rheinsberg bestimmt ist. Was ich selbst erst jetzt erfahren hab: 1999 im Zuge der Indienststellung des ZwL in Lubmin ist der damalige UmweltMinister Jürgen Trittin vor die Presse getreten und spruch wörtlich folgenden Satz:
„Dieses Zwischenlager für hochaktive Brennelemente ist ausschließlich vorgesehen für abgebrannte Brennelemente aus Greifswald und aus dem AKW Rheinsberg. Es ist nicht vorgesehen als Zwischenlager für Brennelemente aus westdeutschen AKWs oder Glaskokillen beispielsweise aus der Wiederaufarbeitung“
Ende des Zitats.
Und zu dem Zeitpunkt hat er schon gelogen wie Goebbels`braune Aktentasche, denn zu dem Zeitpunkt hat er schon längst die Papiere unterzeichnet, die uns jetzt die Ankunft genau dieser Glaskokillen in Castorbehältern HAW28M aus Karlsruhe bescheren. Die Vermutungen waren also richtig, daß hier oben in der Lubminer Heide das Atomklo D-Lands entsteht, aber daß es ausgerechnet ein Politiker der GRÜNEN ist, haut mir doch ziemlich die Beine wech. Und wenn die Künasts und Roths dieser Welt jetzt scheinheilig mitwettern gegen diese Machenschaften der bösen Atomlobby – ja sorry, da kommt mir die Wurst. Und ich steh wieder vor der Frage: wen wählen, wenn nichtmal denen noch zu trauen ist. Trittin ist ein Lügner, genauso übel wie die feinen Herren von den anderen etablierten Parteien. Zum :devil: nochmal und ich möchte ihm gerne ins Gästebuch sch…. aber werde wohl trotzdem GRÜN wählen, weil es einfach alternativlos ist. Hab ja auch schon mit dem gedanken gespielt, selbst Mitglied dort zu werden, denn gegen alles meckern ist ja einfach.
Das Schlimme an der Atommüllager-Geschichte ist, daß es hier in Lubmin keine sog. „Heiße Zelle“ gibt, also eine strahlenisolierte Kammer, in der ein Castorbehälter im Falle eines technischen Defekts sicher geöffnet und umgeladen werden kann. Sehr beruhigend der Gedanke, wo praktisch niemand genau weiß, was da im CastorInneren abgeht, wenn die Kühlung mal versagt oder das Material sich verändert durch die permanente hohe Strahlenbelastung. Aber guckt mal hier zur Geschichte der ZwL- Errichtung in Lubmin(nur ca 20km östlich von Greifswald):
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/no…n3213.html
(Man reiche mir den ÜbelKübel, sonst wird mir ohne Kübel übel!)