Ne Menge passiert in der letzten Woche…

8 07 2011

… so daß ich weder Zeit noch Kraft hatte, in irgendweiner Weise am Rechner aktiv zu werden.

Es ging los mit ganz liebem Besuch aus KingsBridge nach einem total verregneten Wochenende, das eigentlich dem SundSchwimmen gewidmet war. Das SundSchwimmen fiel ins Wasser – und das im wahrsten WortSinn. In Mecklenburg kamen bis 67, in Pommern bis 45Liter Wasser auf den QuadratMeter herunter. Dazu noch Böen bis 8 aus NW, so daß sich im StrelaSund eine ruppige KabbelSee aufbaute, die jedes Art des Schwimmens unmöglich machte. Nichtmal an der Seebadeanstalt in Stralsund, wohin sonst ausgewichen wird.

Am Montag war ich seit Langem mal wieder für den Hörfunk mit einem kleinen Satelliten- Ü-Wagen unterwegs: In Prora. Dort hat das Deutsche Jugendherbergswerk ohne allzuviel Aufhebens den Block V des Kolosses von Prora gekauft und diesen auf knapp 150m Länge komplett saniert. Neues Leben im alten Haus. Wo alle anderen „Investoren“ die Häuser gekauft und als SpekulationsObjekt weiterverkauft haben oder blumige WolkenSchlösser an den Himmel gemalt hatten, ist hier das letzte halbwegs intakte Haus zu neuem Leben erwacht. Weiter nördlich sind dann nur noch Ruinen, in denen damals die FallschirmJäger ihre Sprengausbildung erhielten. Dieses Haus nun hat seeseitig hat eine ca.20cm starke AußenwandIsolierung, dreifachverglaste Fenster und eine RapsÖlHeizungsanlage bekommen und ist die wohl längste Jugendherberge der Welt*grins* Vielleicht sind die ersten 150m nun die InitialZündung, um nun doch größere Teile des Hauses wiederzubeleben, von dem ich nicht gedacht hätte, daß man es noch wirtschaftlich nutzen könnte . Allerdings hat das zu 9/10 der SteuerZahler bezahlt (ca 16 Mio. Euronen) und die Unterkunft in dieser Jugendherberge ist für eine vierköpfige Familie teurer als eine gutausgestattete Ferienwohnung. Aber wie auch immer: Es ist wieder Leben im Haus, was ich nicht mehr geglaubt hätte. – und es ist dort einfach das schönste Stück Sandstrand an der Rügenschen Küste. Und so siehts innen aus.Das Haus ist im Innern „aus einem Stück“ aus Beton gegossen und auch jetzt sind an Decken und teilweise an den Wänden die Abdrücke der SchalungsBretter zu erkennen. Es gibt praktisch keine TrittschallDämmung, weil die ohnehin geringe Geschoßhöhe das Aufbringen irgendwelcher dicken Fußbodenbeläge unmöglich machte. Aber jedes Zimmer(in die ich leider nicht reinschauen konnte) verfügt über eigene Dusche und Toilette.

Es ist Sommer in Greifswald, auch wenn das heute nicht so sichtbar ist. Am Mittwoch sah es jedenfalls noch so aus:Oben: Auslaufende schiffe, die aus Greifswald kommen. Das braune Schiff ist ein ZeesBoot, das so massiv aus 5cm starken EichenBohlen gebaut ist, daß es kaum Fahrt verliert, wenn es einen „JoghurtBecher“(GFK-Schiff) rammen sollte. Und Gestern abend mußte ich doch nochmal an den Strand zwischen Gahlkow und Ludwigsburg, die wohl schönste Ecke an der BoddenKüste vor Lubmin. Am CampingPlatz runter zum Strand. .. und wo der Wald zu Ende ist, ca 1km weiter westlich liegt seit Jahren dieses Holz im Wasser: … Und ich sag mir immer wieder, wie schön ich es doch hier vor der eigenen HausTür hab. und ich hoffe, das auch mal meiner geliebten LeuchtturmWärterin zeigen zu können. Kurz nachdem die dicke Frau Osram dann hinter dem Koos ins Wasser tunkte, war ich dann auch schon wieder im Auto und dann zuryck in die schönste HanseStadt am Ryck, in der es jetzt kräftig schauerregnet. Euch allen nun einen schönen Start in ein hoffentliche noch schöneres WochenEnde.





Winter an der See…

2 03 2011

Ja, es gibt noch eine Menge mehr oder weniger aufgeschobenen Eises am Strand der Prorer Wiek. Im PommerLand ist zur Zeit die Wirtin des Cafés „Weltenall„, Entdecckerin des Gamuppels zu Gast und sie war mit auf Tour nach Rügen. Erste Station war der wohl schönste SandStrand von Rügen an der Prorer Wieck, auf den sich beim letzten Nordoststurm  fast meterdick das Eis schob, das sich in der zweiten Februarhälfte in den küstennahen- und Boddengewässern neugebildet hatte.

 

und hinter diesem schönen Strandabschnitt liegen die steingewordenen Hinterlassenschaften zweier Diktaturen in D-Land: Einst als Seebad der 20.000 vom Architekten Clemens Klotz(nomen est omen) konzipiert, auf der Weltausstellung 1936 in Paris sogar ausgezeichnet, wurde bei der Bauausführung doch an allen Ecken und Enden eingespart und wegrationalisiert. Übrig blieb ein monumentaler Zweckbau, der seiner eigentlichen Bestimmung nie diente und nach einer zwischenzeitlichen Nutzung als Massenquartier für die Flüchtlinge und Ausgebombten des Zweiten Weltkrieges mehrere große Militärdienststellen bis in die beginnenden 90er Jahre beherbergte. Jetzt stehen die Häuser größtenteils leer, sind im Grunde Ruinen und ich finde, sie sollten, da sie wirtschaftlich kaum zu betreiben sind, abgrissen werden. Dieser schöne Landstrich zwischen Binz und Mukran hätte es längst verdient, dieser baulichen Sünde enthoben zu werden.

Zweite Station war Saßnitz, die alte HafenStadt zwischen Prorer und Tromper Wiek, an deren SteinStrand viele HühnerGötter liegen, die man bei genauerem Hinsehen auch findet, obwohl sooo viele Leute nach ihnen suchen.