Niemand hat(te) die Absicht, eine Mauer zu errichten….

13 08 2011

…und was im Hier und Jetzt eine von vielen TouristenAttraktionen der HauptStadt  ist, war 28 Jahre lang eine tödliche Falle für alle, die der Zweiten Diktatur in D-Land entfliehen wollten. Wo jetzt bunte Bilder an der Wand leuchten, haben stalinistische BetonKöpfe ihren Soldaten das Schießen befohlen. Schießen auf vielleicht die eigene Schwester, den eigenen Sohn.

Vor genau 50 Jahren begann der Aufbau dieses „Antifaschistischen SchutzWalls“ und er ist jetzt bunt und schrill. Und das ist gut so. Er soll aber auch uns in steter Wachsamkeit halten, denn es gibt nach wie vor noch alte (und auch wieder neue) Stalinisten, die diese Mauer gerne wiedererrichten würden. Jetzt heißt es auf BEIDE Arten Diktatur-Anhänger achten, denn es gibt sie von „LINKS“ und von „RECHTS“ und sie sind gleichermaßen gefährlich, denn sie haben noch immer funktionierende Strukturen im Land. In diesem Sinne Euch allen ein wunderbuntes WochenEnde.





Die FrühjahrsWanderung 2010…

5 04 2010

…mit Mari und Andi war in diesem Jahr ein OsterSpaziergang von ca 17kmLänge und 450Höhenmetern. Es waren weniger Teilnehmer dabei als im Herbst, aber wir hatten das beste WanderWetter, das man sich denken kann, trocken, sonnig und nicht zu warm. Die diesjährige Tour ging von der Ottomühle im BielaTal über die sog. Grenzplatte zu den Tyssaer Wänden und es tut einfach gut, mal wieder ein längeres Stück zu Fuß unterwegs zu sein. Der Wanderweg führte uns entlang der Grenze zwischen D-Land und Tschechien, die so keine mehr ist. Schön, daß kein Stacheldraht mehr die Länder trennt, daß die GrenzLinie nur noch pro forma auf Steinen markiert ist, es völlig banane ist, auf welcher Seite der Steine man grade unterwegs ist. Es ist eben „Das Reich der Felsentürme“, das sich über beide Länder erstreckt. Die GrenzPlatte war der erste Anlaufpunkt und dank des sonnigen Wetters war eine ganz brauchbare Fernsicht zu genießen – und nicht nur die 😉Die Wandergruppe zerbröselte in zwei Teile: Der erste bevorzugte den Aufstieg zu den Tyssaer Wänden über eine asphaltierte Straße, die andere zog einen direkten aber steileren Weg vor, vorbei an mystischen LöcherFelsen, gefährlichen WaldWannuckis, großen SteinKugeln und erbärmlichen SchneeWehenRestHäuflein, die für einen letzten nassen Schneeball grade noch so taugen. Dauer des Aufstiegs war dieselbe, aber HIER(auf dem direkten Weg) gab es die wahrscheinlich schöneren FelsFormationen zu sehen und zu photographieren*grins*

An einer WegGabelung trafen sich alle wieder und weiter ging es bis zu besagten Tyssaer Wänden, schroffe SandsteinFelsenTürme und steile Kletterwände, an denen sich auch „echte“ Bergsteiger/Steilwandkletterer versuchten, die mit Seilen und Karabinerhaken aufenterten, um sich oben in ein Gipfelbuch einzutragen. Jedes dieser Felsengebilde hat charakteristische Namen wie die unten rechts zum Beispiel als Pilz und Schildkröte. Und aufpassen sollte man schon, denn es geht da aus dem Stand mal gepflegte 20-30m senkrecht runter. In D-Land hätte die deutsche Regulierungswut bestimmt für Zäune und Verbotsschilder gesorgt; an den Tyssaer Wänden reicht einfach der gesunde Menschenverstand aus. Auf dem RyckWeg von den Tyssaer Wänden zur OttoMühle leuchtete dann wirklich noch das allerletzte Eis des vergangenen Winters aus dem Wald hervor. Die letzten Kilometer des Weges gingen dann nur noch leicht bergab auf einer Chaussee direkt zur Ottomühle und zum Parkplatz. Am und im Straßengraben wuchsen diese kleinen weißen Blüten, die ich leider nicht kenne. Diese Exemplare sind ungefähr 10cm hoch. Vielleicht kann mir ja jemand aufs Pferd helfen.