Das nächste Mal 2081 ;o)

9 04 2015

… und das werde ich mir dann von wo ganz anders anschauen, von wo ich dann keine Photos mehr senden kann. Deshalb hab ich im Hier und Jetzt ja die Möglichkeit, mein SonnenFinsternis- Erlebnis auch zu zeigen. Und es war für mich schon ein sehr besonderer Moment, der aussah, als ob der Große Meister kurzzeitig den Farb- und den Kontrastregler etwas zurückgedreht hätte. Ein ganz eigenartiges Licht – ich hab diese Lichtstimmung sehr genossen. Die WetterPropheten lagen für diesen Tag mit ihrer Weissagung weit daneben, hatten sie doch dichtes, von Norden hereinziehendes Gewölk angekündigt. Das kam dann auch, aber erst nach HighNoon, als dann schon alles vorbei war und dadurch diese partielle Sonnenfinsternis hier im Land am Meer ganz wunderbar zu beobachten war. Farbregler zuSoFi2015…und die Photos geschossen: die Bläulichen durch zwei hintereinandergelegte CDs und die Grünlichen durch einen Schweißerschild, den ein Mann am Mühlentor bei sich hatte, um die SoFi zu beobachten und durch die ich auch mal schauen und photographieren durfte. Was für mich sehr beeindruckend war, daß auf dem grünen Photo wirklich der Unterschied zwischen der sehr glatten Kontur der Sonnenoberfläche und der durch die Krater etwas unebenen Oberfläche des Mondes gut zu erkennen ist. WOLF1140

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Gefahr für die Theater Mecklenburg-Vorpommerns

10 03 2015

gilt es abzuwehren. Viel Geld wurde in Gutachten gesteckt, die Minister Brodkorb bescheinigen, daß eine Fusion des Theaters Vorpommern (Spielstätten in Stralsund, Greifswald und Putbus) mit dem Neustrelitzer und der Neubrandenburger Philharmonie gut wäre. Und der Intendant des Theaters Vorpommern, Löschner, nickt das auch brav ab, wo er in einer kurzen Ansprache an das Publikum der Premiere „Barbier von Sevilla“ ganz andere Töne anschlug. Da hat es mich gewundert, daß da nichts aus dem Orchestergraben geflogen kam. Gestern abend jedenfalls trat das Publikum an, für seine Theater und Orchester zu kämpfen. über 500 Menschen aus Rostock, Neubrandenburg, Stralsund, Anklam, Greifswald versammelten sich auf dem Theatervorplatz in Neustrelitz. Klingt nicht viel aber für ein Flächenland, in dem nur insgesamt noch 1,5Millionen Leute wohnen, ist das schon ne Menge, die den Herren Politikern in Schwerin die Rote Karte zeigten, bzw. den Marsch bliesen. Bildungsminister Brodkorb kniff und tauchte dort nicht auf. Es gab in Mecklenburg- Vorpommern noch bis 1990 8 Sinfonieorchester, die zwei Kriege und zwei Diktaturen überdauert haben. Nun schaffte es die Macht des nicht vermeintlich nicht vorhandenen Geldes, vier Orchester zu vernichten. Es geht ans Eingemachte. Denn wenn es den Herrschaften in Schwerin gelingt, die Reste der noch vorhandenen Strukturen von Theaterlandschaft einzureißen, dann sind diese irreversibel verloren. Was Jahrhunderte von weitblickenden Menschen durch alle Fährnisse von Kriegen, Faschismus und Kommunismus gesteuert wurde, steht nun nach nur etwas mehr als zwanzig Jahren nach Ende der hoffentlich letzten Diktatur in D-Land vor dem politisch gewollten Absch(l)uß. Kulturland – Bravourland! Herzlichen Glückwunsch! Und sie rütteln immer weiter am Gatter, die Spar – äääh -Streichkommmissare. Ja wichtig sind doch für MeckPomm industrielle Massentierhaltungen, deren Betreiber sich an keinerlei Regeln halten müssen, Wege ebnen für Bodenspekulanten, die in Größenordnungen Mais für „Bio“-Gas- Anlagen anbauen lassen. Aber DAS VOLK steht auf, wehrt sich gegen den Kahlschlag und die weitere „Verbesserung“ à la Brodkorb & Co. Noch sind es „nur“ 500. Es werden hoffentlich, auch nach der Aktion gestern, immer mehr aufwachen. Es muß jetzt ein Sturm der Entrüstung losbrechen, sonst schaffen es die feinen Herrschaften womöglich, die Theater endgültig zu zerschlagen. TheaterDemo1Redebeiträge aus allen Theaterstandorten, allesamt warnten vor einer irreparablen Zerstörung der noch vorhandenen Theater, die in der Vergangenheit schon etliche Fusionen haben durchmachen müssen. Das vom Land geplante Vorhaben eines sog. „Staatstheaters NordOst“ würde nochmals 65 Planstellen von den derzeit 485 vernichten in Neustrelitz, Neubrandenburg, Greifswald und Stralsund. Letztendlich wird es für dasselbe Geld weniger Theatervorstellungen geben. Stattdessen sitzen die Künstler einen großen Teil ihrer Arbeitszeit im Bus statt daß sie ihrer eigentlichen Tätigkeit im Probensaal oder auf der Bühne oder im Orchestergraben nachkommen können. Die ganze Fusion wurde wahrscheinlich kaufmännisch schöngerechnet und wird wie alles, was die Landespolitik als den ganz großen Wurf zu verkaufen versucht, in der Praxis viel teurer als geplant. Das ist dann auch wie immer ganz überrraschend über das Land hereingebrochen und keiner konnte das jemals voraussehen. Und so trat auch warnend Gevatter Tod ans Mikrophon, hofft, daß das Licht am und im Haus anbleibt.Gevatter Tod vor dem Neustrelitzer TheatergebäudeMarsch blasenSo bekam an diesem Abend der saubere Herr Minister Brodkorb sowohl die Rote Karte gezeigt, als auch den Marsch geblasen, Er bekam die Leviten gelesen und gepfiffen und gebuht, auf daß er es bis ins ach so ferne Schwerin hören sollte. Am Donnerstag nachmittag gibt es im Zuge der Bürgerschaftssitzung in Stralsund eine Menschenkette für das Theater Vorpommern.





SchneeGlöckchenWiese

26 02 2015

Wenn auch der Winter in der kommenden Woche nochmal Anlauf nimmt, dem Osten Deutschlands und den Mittelgebirgen nochmal eine Schneepackung verpassen will, hab ich gestern abend diese SchneeglöckchenWiese gesehen: SchneeglöckchenwieseAlle Jahre wieder ist diese Wiese im Liepener PfarrGarten schneeweiß. Und von gestern nach heute ist die alte Tante Luna schon wieder viel voller geworden. FrühlingDomDas sind übrigens Testaufnahmen mit meiner neuen Kamera, der Pentax K-3, die die K20D ablöst. Sie ist derzeit das APS-C- Flaggschiff aus dem Hause Pentax, mit CMOS- Sensor, der erstaunlich fein auflöst und mit den ca 24 MegaPixeln ne ganze Menge Reserven in der Detailvergrößerung bietet, wie hier am DomTurm gut zu sehen ist. Ich hab auch wieder eine der vielgeschmähten „GummiLinsen“ dran, ein 18-250er, das für die meisten Einsatzgebiete völlig ausreichend ist, allerdings nicht sonderlich lichtstark. Aber wie man hier sieht, geht es sogar in der Nacht. Diese Aufnahmen vom DomTurm sind mit 200er ISO photographiert, etwas unterbelichtet, was sich im Nachhinein gut aufhellen läßt, ohne daß es nennenswert rauscht. Es braucht allerdings ne ruhige Hand oder besser noch ein Stativ. Dank ImageStabilizer, der wie bei allen Pentax- Kameras durch einen beweglich aufgehängten Sensor realisiert wird, kann ich wirklich die Mauersteine zählen – kein Mulm und kein Matsch, vorausgesetzt ich halte die Kamera ruhig.





Kommt jetzt der Frühling?

22 02 2015

zweismileysWir haben immer noch Februar. Möglicherweise kommt ja nochmal ein Schwall Kaltluft übers PommerLand gefahren – aber heute war für meine LeuchtturmWärterin und mich die Freiluftsaisoneröffnung auf der Lubminer Wetterstation. Wettertechnisch wartet ein Regenband auf den Marschbefehl nach Osten. Derzeit liegt es noch auf einer Linie Frankreich – Benelux. Doch an seiner Vorderseite gab es heute nochmal feinste Sonne, schon erste Wärme und auf der Wetterstation den legendären FlammKuchen. Dazu einen guten Kaffee und die Erde ist ne Scheibe. Über der See übten die Möwen schon Formationsflug. als da unten jemand mit Toastbrot herumwanderte. WolkenbaumMöwenrudelSo wünsch ich Euch einen guten, gesegneten Start in die neue Woche. Seid und bleibt behütet!





Kuhsturm an Nord- und Ostsee

7 01 2015

Voraussichtlich tobt ein waschechter Sturm in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag(IsobarenKarte) ganz heftig im Norden, während morgen auf einer Linie südlich Köln- Berlin ums Eck pfeift. Es ist eine Reihe von kräftigen Tiefdruckgebieten, die in rascher Folge von West nach Ost ziehen und auch reichlich Regen mit im Gepäck haben. So sind auch starke Temperaturschwankungen von knapp über Null bis frühlingshaften 11°C drin, da je nach Position der Tiefs mal milde Atlantikluft, mal mäßigkalte subpolare Luftmassen angezapft werden.  Somit ist auch Winter erstmal kein Thema. Die starke Westanströmung schiebt die kontinentale Kaltluft soweit nach Osten, daß es selbst in Moskau, wo es jetzt Tagesmaxima um minus 12°C gibt, am Wochenende Plusgrade zu erwarten sind.

IsobarenKarte2

Also schaunmermal! Alles reinholen oder festbinden, nach Dachziegeln gucken, und – ja hoffen, daß es gar nicht sooo wild wird. Ich werd es auf jeden Fall von hier unten in den Alpen beobachten. Und jetzt steig ich hoch zur Rauthhütte. Hier in der Leutasch ist es (noch nicht aber gleich) sonnig, nur ein bißchen unscheinbares Ac-Gewölk am Himmel unterwex.





Der eigentliche Tag der deutschen Einheit…

9 11 2014

…. ist heute. Mit der Pressekonferenz von Günther Schabowski überschlugen sich die Ereignisse an den Berliner Grenzübergangsstellen und an den Grenzübergängen zur Bundesrepublik. Tausende zweitaktende Autos überrollten die grenznahen Städte von Lübeck bis Hof und die ersten Mauerspechte klopften erste Betonstücke aus der Berliner Mauer. Nun ist die Mauer weg. Kaum noch zu erahnen ist der ehemalige Grenzverlauf – weder in Berlin noch längs durch Deutschland. Und es ist gut so. JPEG Image (414874162)Nicht Gorbatschow, nicht Kohl – nein die Bürgerinnen und Bürger dieses kleinen Landes, das sich demokratisch nannte, aber von einem Führer und seiner alleinseligmachenden Partei regiert, oder besser nach und nach in die Scheiße gefahren wurde, haben genau diese Diktatur samt ihrer Büttel entmachtet. Die kleinen kommunistischen Ortsgruppenführer, Regionalfürsten und Betonköppe hatten plötzlich die Macht über ihre Untertanen verloren. Das ist nun mittlerweile 25 Jahre her. Und mittlerweile sollte es doch völlig wumpe sein, wo jemand herkommt. Ost oder West, Nord oder Süd – völlig banane. Es gibt in allen Teilen der um ca. 70Millionen Leut größergewordenen Republik ganz liebe Menschen, wie es auch in allen Teilen des Landes leider auch reichlich Arschlochmenschen gibt. Und mein erster Besuch in West-Berlin war fünf Tage nach dem Mauerfall. Am Nachmittag des 14. November 1989 war ich mit drei Kollegen des Rundfunktechnikerkurses Berlin Grünau über die provisorische Übergangsstelle in der Eberswalder Straße im „Westen“, bin mit denen sofort zum Funkhaus in die Masurenallee – mal ein „richtiges“ Funkhaus gucken. Danach bin ich bestimmt so zwei Stunden mit dem Stadtbus auf dem oberen Deck ganz allein vorne durch das mittlerweile nächtliche Berlin gefahren, um das alles auf mich wirken zu lassen, was ich alles noch nicht recht gleuben konnte. JPEG Image (414908786)Als Kind hab ich  mir schon gewünscht, irgendwannmal Ebbe und Flut zu erleben. Und ich hab es nicht verstehen wollen, warum ich das einfach nicht darf.  Und so war auch eines der ersten Ziele im „Westen“ Büsum.   Gewohnt haben wir im Hause des alten Hafenkapitäns von Büsum in Büsumer Deichhausen. Und ich werde es nie vergessen, das erste Mal barfuß durch den Schlick zu trabsen und beobachten, wie das Wasser wiederkommt. Damals hatte ich noch nishts zu Photographieren dabei. Und selbst wenn, wären die Bilder nicht mehr bei mir. Das ist aber ne andere Geschichte. Die Möglichkeit, die Schönheiten dieses großen. wunderbaren Landes sehen zu können macht mich sehr dankbar. Von den nordfriesischen Inseln bis in die Bayerischen Alpen , von Berlin bis Bonn – alles ist möglich und dafür bin ich zutiefst dankbar. So wächst – langsamer als gedacht – so nach und nach dieses Land wieder zusammen. Dieser Prozeß ist lange noch nicht beendet. Aber letztendlich wird es regionale Unterschiede immer geben. Bayern gegen Preußen, Mecklenburg gegen Pommern, Kölner gegen Düsseldorfer , die Frotzeleien gehören einfach dazu. Sowas geht auch zwischen Bonn und Beuel. Aber mittlerweile ziehen munter die Leute von Ost nach West, von Süd nach Nord und auch von Südwest nach Nordost. So ist ja auch meine Leuchtturmwärterin aus Beuel hier zu mir nach Greifswald gezogen, wo viele aus ihrem alten Umfeld in Bonn kaum wußten, wo das liegt. Was aber auch nicht schlimm ist, denn genauso viele Leute hier wissen auch nicht, wo Beuel liegt. (Bonn kriegen die meisten noch hin) Ja wie auch immer – Sowas wäre eben 25Jahren noch nicht möglich. Und einfach so den Wohnort zu wechseln , das ging in der Deutschen Diktatorischen Republik nicht. Das mußte von Dienstherren und Polizei genehmigt werden. Einfach an einem anderen Ort eine Wohnung suchen, anmieten und dort sein Leben zu führen – das wollte der Staat nicht. Das haben viele Ostalgiker schon sehr schnell vergessen.  Auch wenn viele Dinge in der Bundesrepublik laufen, die ich so gar nicht gutheißen kann, bin ich doch sehr froh, daß in meiner Lebenszeit die Teilung des Landes überwunden worden ist.





Helm ab zum Gebet!

11 08 2014

Nein nein keine Vereidigung von Rekruten auf dem Greifswalder Marktplatz, sondern der nunmehr dritte MotorradGottesdienst. Auch ist diese Schaffe noch überschaubar im Vergleich zum Hamburger MoGo, wo an die 25.000 Maschinen um den Michel knattern. Hier sind es vielleicht ca. 350 Motorräder, die auch noch alle auf den Markt passen. Mittlerweile kommen sie aus ganz Deutschland, MZ stand hier mal icht für die Motorradmarke sondern für Mainz, und auch holländische Kennzeichen waren zu sehen. Aber auch , wenn auch nur noch wenige MZ- Motorräder. Eine von ihnen war diese wunderschön erhaltene 150er TS. Auf so einer Maschine habe ich angefangen Motorrad zu fahren und sie war trotz aller Malaisen, die auf schlechtes Material zurückzuführen waren recht zuverlässig. Mein Motorradhändler hat damals (1982) gesagt, daß man aus dem Material für diese Motorräder vor 50 Jahren kein Fahrrad gebaut hätte. Und trotzdem war sie eine Maschine, an der man noch fast alle Wartungsarbeiten selbst ausführen konnte. Das ging übrigens an allen MZ-Motorrädern. MoGo1Ein BikerPärchen, das kurz zuvor auf dem Standesamt getraut worden ist, bekam hier, vor aller Öffentlichkeit auch den kirchlichen – und hoffentlich auch Gottes Segen. Jana und Uwe, möge Eure Liebe ewig halten und Ihr allzeit eine Handbreit Luft unter der Felge haben bei Eurer Fahrt durch das gemeinsame Leben! Nachdem dann Ringe und Küsse vor versammelter BikerGemeinde getauscht wurden, erzitterte die Luft über dem Markt, ein Brummen und Grummeln wie ein wütender Hornissenschwarm ertönte und das RiesenRudel der Gröckeleisen und Petroleumreithwagen setzte sich in Bewegung zu einer Ausfahrt durch das Pommersche PlattLand. MoGo3MoGo4Insgesamt ging die Schaffe noch bis ca. 16:00 und alle Biker und Bikerinnen hatten das ideale Motorradwetter. Nicht zu heiß und trocken. Gott hatte also ein Einsehen mit den Motorradfahrern, wo doch die Meteorologen etwas Regen prognostizierten. Nächstes Jahr wird es also dann den Vierten Greifswalder MotorradGottesdienst geben. Ach eins war da noch: Gestern gab es den absoluten Riesenvollmond. MondLicht… nur daß er in Greifswald aufgrund kompakter Bewölkung nicht zu sehen war. Dieser hier ist älter.   Und so wünsch ich Euch allen einen feinen Start in die neue Woche.