Die vielleicht letzten Bilder …

11 04 2015

…  der Reste des Hauses Waldesruh zwischen Neddemin und Neubrandenburg an der B-96, ja – ehemaligen B-96, die nun nur noch Landesstraße ist. Gegenüber der Bitumenfabrik und des Bahnhofs Neddemin – also des Haltepunkts der Bahn mit Bahnbetriebsgebäude gab es vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis fast zum Ende der DDR das Ausflugslokal „Waldesruh“, ein schönes Haus mit Saal, das um die Wendezeit herum leer stand.  Irgendwann Anfang der 90er Jahre wurde das Haus dann zu einem Bordell umfunktioniert. Aus dem Haus Waldesruh wurde also eine Zeitlang das Haus Waldeslust. Dessen Betreiber hat wohl irgendwann mal nicht mehr rechtzeitig sein Schutzgeld gezahlt. Jedenfalls brannte das Haus vollständig aus – auch noch in den 90er Jahren und stand seitdem als Ruine, lange, lange Jahre. Es wurde mehr und mehr eins mit der umgebenden Landschaft und wehrte sich tapfer gegen Wind und Wetter. Eines Tages wuchsen sogar Bäume aus dem Innern. Der Vorplatz wurde in regelmäßigen Abständen zugemüllt und wieder beräumt und wieder zugemüllt und wieder beräumt….Waldeslust1 Über fünfzehn Jahre änderte sich wenig bis sich seit ca. zwei Jahren der Verfall doch erheblich beschleunigte. Nach Recherchen des NordKuriers bekamen angesichts höher und höher werdender Rohstoffpreise Baustoffdiebe Interesse an den schönen, roten Backsteinen des alten Hauses und somit erklärte sich das schnelle Schrumpfen des Hauses, an dem erst der obere Teil nördliche Giebelwand herunterkippte, kurze Zeit später die komplette nördliche Giebelwand fehlte. Was sich bis zum heutigen Tag über die vielen Jahre durch alle Unbill rettete, sind die drei oberen Glasscheiben des ersten Saalfensters, deren Ende nun auch bald gekommen zu sein scheint. Waldeslust2Waldeslust3

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