Gefahr für die Theater Mecklenburg-Vorpommerns

10 03 2015

gilt es abzuwehren. Viel Geld wurde in Gutachten gesteckt, die Minister Brodkorb bescheinigen, daß eine Fusion des Theaters Vorpommern (Spielstätten in Stralsund, Greifswald und Putbus) mit dem Neustrelitzer und der Neubrandenburger Philharmonie gut wäre. Und der Intendant des Theaters Vorpommern, Löschner, nickt das auch brav ab, wo er in einer kurzen Ansprache an das Publikum der Premiere „Barbier von Sevilla“ ganz andere Töne anschlug. Da hat es mich gewundert, daß da nichts aus dem Orchestergraben geflogen kam. Gestern abend jedenfalls trat das Publikum an, für seine Theater und Orchester zu kämpfen. über 500 Menschen aus Rostock, Neubrandenburg, Stralsund, Anklam, Greifswald versammelten sich auf dem Theatervorplatz in Neustrelitz. Klingt nicht viel aber für ein Flächenland, in dem nur insgesamt noch 1,5Millionen Leute wohnen, ist das schon ne Menge, die den Herren Politikern in Schwerin die Rote Karte zeigten, bzw. den Marsch bliesen. Bildungsminister Brodkorb kniff und tauchte dort nicht auf. Es gab in Mecklenburg- Vorpommern noch bis 1990 8 Sinfonieorchester, die zwei Kriege und zwei Diktaturen überdauert haben. Nun schaffte es die Macht des nicht vermeintlich nicht vorhandenen Geldes, vier Orchester zu vernichten. Es geht ans Eingemachte. Denn wenn es den Herrschaften in Schwerin gelingt, die Reste der noch vorhandenen Strukturen von Theaterlandschaft einzureißen, dann sind diese irreversibel verloren. Was Jahrhunderte von weitblickenden Menschen durch alle Fährnisse von Kriegen, Faschismus und Kommunismus gesteuert wurde, steht nun nach nur etwas mehr als zwanzig Jahren nach Ende der hoffentlich letzten Diktatur in D-Land vor dem politisch gewollten Absch(l)uß. Kulturland – Bravourland! Herzlichen Glückwunsch! Und sie rütteln immer weiter am Gatter, die Spar – äääh -Streichkommmissare. Ja wichtig sind doch für MeckPomm industrielle Massentierhaltungen, deren Betreiber sich an keinerlei Regeln halten müssen, Wege ebnen für Bodenspekulanten, die in Größenordnungen Mais für „Bio“-Gas- Anlagen anbauen lassen. Aber DAS VOLK steht auf, wehrt sich gegen den Kahlschlag und die weitere „Verbesserung“ à la Brodkorb & Co. Noch sind es „nur“ 500. Es werden hoffentlich, auch nach der Aktion gestern, immer mehr aufwachen. Es muß jetzt ein Sturm der Entrüstung losbrechen, sonst schaffen es die feinen Herrschaften womöglich, die Theater endgültig zu zerschlagen. TheaterDemo1Redebeiträge aus allen Theaterstandorten, allesamt warnten vor einer irreparablen Zerstörung der noch vorhandenen Theater, die in der Vergangenheit schon etliche Fusionen haben durchmachen müssen. Das vom Land geplante Vorhaben eines sog. „Staatstheaters NordOst“ würde nochmals 65 Planstellen von den derzeit 485 vernichten in Neustrelitz, Neubrandenburg, Greifswald und Stralsund. Letztendlich wird es für dasselbe Geld weniger Theatervorstellungen geben. Stattdessen sitzen die Künstler einen großen Teil ihrer Arbeitszeit im Bus statt daß sie ihrer eigentlichen Tätigkeit im Probensaal oder auf der Bühne oder im Orchestergraben nachkommen können. Die ganze Fusion wurde wahrscheinlich kaufmännisch schöngerechnet und wird wie alles, was die Landespolitik als den ganz großen Wurf zu verkaufen versucht, in der Praxis viel teurer als geplant. Das ist dann auch wie immer ganz überrraschend über das Land hereingebrochen und keiner konnte das jemals voraussehen. Und so trat auch warnend Gevatter Tod ans Mikrophon, hofft, daß das Licht am und im Haus anbleibt.Gevatter Tod vor dem Neustrelitzer TheatergebäudeMarsch blasenSo bekam an diesem Abend der saubere Herr Minister Brodkorb sowohl die Rote Karte gezeigt, als auch den Marsch geblasen, Er bekam die Leviten gelesen und gepfiffen und gebuht, auf daß er es bis ins ach so ferne Schwerin hören sollte. Am Donnerstag nachmittag gibt es im Zuge der Bürgerschaftssitzung in Stralsund eine Menschenkette für das Theater Vorpommern.

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SchneeGlöckchenWiese

26 02 2015

Wenn auch der Winter in der kommenden Woche nochmal Anlauf nimmt, dem Osten Deutschlands und den Mittelgebirgen nochmal eine Schneepackung verpassen will, hab ich gestern abend diese SchneeglöckchenWiese gesehen: SchneeglöckchenwieseAlle Jahre wieder ist diese Wiese im Liepener PfarrGarten schneeweiß. Und von gestern nach heute ist die alte Tante Luna schon wieder viel voller geworden. FrühlingDomDas sind übrigens Testaufnahmen mit meiner neuen Kamera, der Pentax K-3, die die K20D ablöst. Sie ist derzeit das APS-C- Flaggschiff aus dem Hause Pentax, mit CMOS- Sensor, der erstaunlich fein auflöst und mit den ca 24 MegaPixeln ne ganze Menge Reserven in der Detailvergrößerung bietet, wie hier am DomTurm gut zu sehen ist. Ich hab auch wieder eine der vielgeschmähten „GummiLinsen“ dran, ein 18-250er, das für die meisten Einsatzgebiete völlig ausreichend ist, allerdings nicht sonderlich lichtstark. Aber wie man hier sieht, geht es sogar in der Nacht. Diese Aufnahmen vom DomTurm sind mit 200er ISO photographiert, etwas unterbelichtet, was sich im Nachhinein gut aufhellen läßt, ohne daß es nennenswert rauscht. Es braucht allerdings ne ruhige Hand oder besser noch ein Stativ. Dank ImageStabilizer, der wie bei allen Pentax- Kameras durch einen beweglich aufgehängten Sensor realisiert wird, kann ich wirklich die Mauersteine zählen – kein Mulm und kein Matsch, vorausgesetzt ich halte die Kamera ruhig.





Kommt jetzt der Frühling?

22 02 2015

zweismileysWir haben immer noch Februar. Möglicherweise kommt ja nochmal ein Schwall Kaltluft übers PommerLand gefahren – aber heute war für meine LeuchtturmWärterin und mich die Freiluftsaisoneröffnung auf der Lubminer Wetterstation. Wettertechnisch wartet ein Regenband auf den Marschbefehl nach Osten. Derzeit liegt es noch auf einer Linie Frankreich – Benelux. Doch an seiner Vorderseite gab es heute nochmal feinste Sonne, schon erste Wärme und auf der Wetterstation den legendären FlammKuchen. Dazu einen guten Kaffee und die Erde ist ne Scheibe. Über der See übten die Möwen schon Formationsflug. als da unten jemand mit Toastbrot herumwanderte. WolkenbaumMöwenrudelSo wünsch ich Euch einen guten, gesegneten Start in die neue Woche. Seid und bleibt behütet!





70 Jahre ist es nun her…

28 01 2015

… als die Rote Armee das Lager Auschwitz erreichte. Befreit, wie es lange hieß, hat sie es nicht. Das Lager war am 27. Januar 1945 bereits evakuiert worden. Evakuiert hieß, daß die SS-Schergen die Häftlinge auf den Todesmarsch nach Westen schickten, der sie erstmal nach Ravensbrück, später weiter nach Bergen-Belsen führte. Im Lager Auschwitz waren noch die, die nicht mehr marschfähig waren. Menschliche Wracks, lebende Skelette, gezeichnet von jahrelanger Pein. Aber sie haben überlebt, wo gestorben wurde. Die Nazis haben über eine Million Menschen allein in Auschwitz ermordet, größtenteils Juden aus ganz Europa. 70Jahre nach dem Ende des Mordens in Auschwitz gibt es nur noch sehr wenige Zeitzeugen – auf Seiten der Opfer wie auch der Täter. Den einen oder anderen der Schergen von Auschwitz gibt es wohl noch. Einige hat die Gerichtsbarkeit in Deutschland kurz vor dem natürlichen Ende ihres Lebens noch gefaßt – richtig bestrafen konnte sie sie nicht mehr. Die müssen sich letztendlich vor einer Höheren Instanz verantworten, der sie sich nicht mehr entziehen können. KZ Auschwitz, Einfahrt holocaustgedenktag

Unermeßliche Schuld, unermeßliches Leid, unermeßlicher Schmerz. Das sind Wunden, die nicht heilen, auch nach 70 Jahren nicht. Und nur so kann das Erinnern an dieses himmelschreiende Geschehen präsent bleiben – als stete Mahnung, so etwas in aller Zukunft zu verhindern. Vielleicht haben an diesem 27.Januar das letzte Mal Zeitzeugen von Auschwitz in Auschwitz ihre Stimme gegen das Vergessen erhoben. Und auch in meiner schönsten Hansestadt am Ryck wird daran gedacht. Holocaustgedenken





Wieder „an Land“

15 01 2015

bin ich nach einer Rundreise über Berlin, Königsbrück, Fürth, München, Garmisch-Partenkirchen, Leutasch-Moos, Ibach im SchwarzWald, Bonn, Troisdorf, Mülheim/Ruhr. Die Woche in „meinen“ Alpenbergen tat mir gut, konnte ich doch wieder ein paar Höhenmeter gehen. Nun stelle ich mich auf eine längere Zeit Dienst ein, die nun folgt, kann aber von den sonnigen Tagen am Berg zehren. Nun, wo die Zeit der schweren Stürme erstmal durch ist, ein paar Tage schmuddligen Naßkaltwinters bevorstehen, kann ich es auch im warmen Bureau gut aushalten*grins*. turmMal schauen, was der diesjährige Winter meteorologisch noch so draufhat. Ein paar Tage Schnee und Kälte wäre auch hier nochmal schön, Schmuddelwetter hatten wir hier nun genug. Also haltet Euch wacker, seid und bleibt behütet!





Ein Frühlingstag mitten im Januar

12 01 2015

schmolz die ohnehin nur dünne Schneedecke im Leutaschtal bis zu Unkenntlichkeit zusammen. Unten im Inn-Tal waren 20° und hier oben immerhin noch 12°C. Die Leutasch war plötzlich See-Feld und mein Vorhaben, meinen Abschiedsspaziergang ins Gaistal zu unternehmen, scheiterte an einem nicht mehr begehbaren Weg. Auch die Angelika, ihres Zeichens Wirtin von der Gaistalalm, schloß ihre Hütte an diesem Tag. Winterkaputt

In der Nacht und am nächsten Morgen gab es aber einen Wettersturz, die Temperatur sank wieder auf knapp unter Null und es setzte starker Schneefall ein, der hoffentlich für einen Neustart des Winters in der Leutasch sorgt. Und morgen abend bin ich s.G.w. wieder in meinem Land am Meer und wünsch Euch nun einen guten Wochenstart.





Zehn Tonnen Bronze singen in Mösern/Tirol

9 01 2015

…täglich für den Frieden zwischen den Anrainerländern des Alpenbogens. Täglich um 17:00 Uhr setzt sich die Friedensglocke, die größte freistehende Glocke des Alpenraums in Bewegung, zu mahnen und zu danken für die längste Friedensperiode seit Menschengedenken in der Region. Für ca. 7 Minuten schallt ihr Ruf durch das Inn-Tal und sie klingt sehr schön. MösernFriedensGlocke

InntalMöge sie noch lange für den Frieden singen, die Möserer Friedensglocke! Nicht nur den Frieden im Alpenraum sondern den Frieden in der Welt, der ja gefährdeter denn je scheint angesichts der islamistischen Greueltaten der jüngsten Zeit.