Vögel des Glücks…

28 10 2014

sind zur Zeit in dichten Scharen im PommerLand unterwegs. Das sind sie jedes Jahr um diese Zeit und ich durfte sie in diesem Jahr aus nächster Nähe sehen, hören und mit meinen bescheidenen Mitteln photographieren. Zu meinem 50. habe ich nämlich von der coolsten Crew der Welt aus dem NDR-Vorpommernstudio einen Photoworkshop geschenkt bekommen, der sich mit Tierphotographie im Allgemeinen und mit den Kranichen im Besonderen beschäftigt. Dieses war nun Mitte Oktobär in Zingst. Es begann am Freitag bei strömendem Regen an der Meiningenbrücke, wo die Kraniche von ihren Freßplätzen zur Insel Kirr fliegen, um dort fuchsfrei zu schlafen. Die Vögel kamen auch in vielen kleineren Schwärmen angeflogen – allerdings konnte ich sie aufgrund des starken Regens kaum photographieren. Anders am nächsten Morgen, an dem wir mit zwei Kleinbussen nach Pramort fuhren, dort auf Fahrräder umstiegen und an das äußerste Ende des Zingst zu kommen, wo das „Schlafzimmer“ der Kraniche im flachen Wasser der „Rügen-Bock-Region“ liegt. Kraniche1Es war noch so dunkel, daß photographisch kaum was zu machen war. Der schwarze Streifen über dem Land – das sind tausende schlafende Kraniche, die im flachen Wasser stehen, um dort vor Füchsen, Marderhunden und Waschbären sicher zu sein. Auch Rotwild zieht dort durch das flache Wasser. KranichmorgenEin wunderschöner Oktobermorgen erhob sich mit den Kranichen über der Pommerschen Boddenlandschaft. Der Bestand an rastenden Kranichen erhöht sich von Jahr zu Jahr, gerade durch den zunehmenden Maisanbau für die Biogasanlagen. Waren es  Anfang der 90er Jahre ungefähr 30-35.000 so liegt die Zahl heute bei ca.70.000 Vögeln. Sie finden reichlich Futter auf den abgeernteten Maisschlägen, fallen aber auch gern über das frische Wintergetreide her, sehr zum Leidwesen der Landwirte, die schon Ablenkfütterungsflächen anlegen, um ihre Saat zu schützen – mit sehr wechselndem Erfolg.Kraniche2KranichflugAm Abend, wenn sich die Tiere sattgefressen haben, suchen sie wieder ihre Schlafplätze auf, hier die Insel Kirr im Barther Bodden. Und so werden sie noch bis weit in den November hier an den Küsten Mecklenburgs und Pommerns bleiben. Sie warten auf eine stramme Nordanströmung um damit energiesparend in ihre Winterquartiere zu ziehen, die sich von Südfrankreich über Spanien bis teilweise Nordafrika erstrecken. Immer mehr Kraniche aber sind mittlerweile so dickfellig, daß sie in milden Wintern hier bleiben, nur wenn es dann wirklich über Wochen und Monate sehr gesäßkalt wird, dann fliegen sie auch nochmal ein paar hundert Kilometer nach Süden ab. flugwesenAlso Genossen Bauern, das Flugwesen entwickelt sich!  In dem Sinne: genießt die letzten Tage des Goldenen Oktobärs!

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6 responses

29 10 2014
marifo

Mein lieber Wolfgang, vielen Dank für die vielen Fotos … Soetwas gibt es hier nie zu sehen …

29 10 2014
Wolfgang aus Greifswald

Ja selbst in Greifswald tauchen sie nur ganz selten mal auf. Es gibt bei Anklam an den Wiedervernässungsgebieten an der Peene und eben da oben auf dem Zingst und in der Rügen-Bock-Region (nordwestlich von Stralsund)und dann nochmal auf einem schmalen Streifen im Brandenburgischen größere Kranichrastplätze. Der Rest D-Lands bekommt nur selten Kraniche zu sehen und zu hören. Ganz lieben Gruß vom ollen grauen Wolf aus dem Land am Meer.

1 11 2014
Lucie

Das war bestimmt ein tolles Erlebnis. Wir waren kurzfristig am Überlegen ob wir auch mal in Zingst vorbei schauen. Hat sich dann aber doch anderweitig entwickelt.

Liebe Grüße vom Niederrhein 🙂

1 11 2014
Wolfgang aus Greifswald

Die Kraniche landen auch nächstes Jahr wieder an den pommerschen Küstengewässern. Vielleicht kommt Ihr ja dann dazu, das mal zu erleben. Liebe Grüße zuryck vom ollen grauen Wolf aus dem Land am Meer.

2 11 2014
Träumerle Kerstin

Das war aber ein besonders schönes Geschenk für Dich. Bei der ersten Collage könnte man meinen, die Rehe stehen im Schnee. Auch wenn das Wetter nicht so mitgespielt hat, Deine Aufnahmen sind super für mich.
Liebe Grüße in den Sonntag von Kerstin.

2 11 2014
synchronuniversum

Mit jedem Bild freut es mich einmal mehr, dass es trotz aller widrigen Umstände an dem Wochenende für dich geklappt hat, dass du solch wunderbare Momente erleben und für dich konservieren konntest. Mit ganz großer Dankbarkeit fürs Teilen deiner GruGrus mit uns, dein Spatz

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