Zapfen-Streich…

8 03 2012

steht für das Ende des Bierausschanks in der Gastwirtschaft, auf daß die Herren Landwehrmänner sich zur Nachtruhe zurück in ihre Kaserne begeben. Es heißt, daß ein Kreidestrich über den Zapfhahn gezogen wurde, um kontrollieren zu können, daß nicht weitergesoffen wurde. Viel später ist aus dieser aus dem Militär stammenden Tradition ein Ritual, ein Brauch geworden. In großen Garnisonsstandorten marschierte das Musikkorps durch die Straßen und gemahnte die in den Wirtschaften trinkenden Landsknechte, den Rückweg in die Dienststelle anzutreten. Auch in den jetzigen Kasernen wird der Beginn der Nachtruhe „Zapfenstreich“ genannt und zum Teil mit einem Trommel- oder TrompetenSignal kundgetan.   Nach dem Zapfenstreich darf keiner mehr die Kaserne verlassen. Bei der Marine heißt das „Ruhe im Schiff“*grins*  Der „Große Zapfenstreich“ als Zeremonie zur Verabschiedung großer Persönlichkeiten hat seinen Ursprung in einer großen militärischen Ehrung des russischen Zaren Nikolaus I. im jahre 1838. Auf diese Tradition beriefen sich nach dem Zweiten Weltkriege die beiden größten Schützenvereine Deutschlands, die Bundeswehr und die Nationale VolksArmee. Und nun, nachdem schon zwei vieldiskutierte Große Zapfenstreiche, für Köhler und zuGuttenberg veranstaltet worden sind, steht mit dem heutigen Großen Zapfenstreich für den von der Staatsanwaltschaft beäugten ExPräsi Wulff die Frage im Raum, inwieweit dieses Höchste EhrenRitual der Bundesrepublik entweiht wird oder schon entweiht wurde. Und alle CDU- SpießGesellen, allen voran die BundesMutti stellen sich artig mit auf, wenn dem feinen Herrn das letzte Mal in aller Öffentlichkeit richtig der Marsch geblasen wird. Ich hoffe, daß am Ort des Geschehens heute abend nicht nur das Tschingdarassabumm der StiefelMusikanten zu hören sein wird, sondern auch hunderte von Vuvuzelas im näheren Umfeld. Neun von zehn Bürgern Deutschlands sagen in einer SPIEGEL-Umfrage, daß Wulff eine solche Zeremonie nicht verdient. Aber wie auch immer – heute kurz nach 20:00 ist „Ruhe im Schiff“ und nächste Woche wird eine andere Sau durchs Dorf getrieben. Die BLÖD-Männer werden noch ein paar Tage auf der NeidWelle surfen, „Ehren“-Sold, Büro und Dienstauto nebst Chauffeur bekritteln – aber es wird niemanden mehr interessieren. „Jedes Ding hat seine Halbwertzeit – immer nur soweit bis kein Hahn mehr danach schreit“ hieß es mal in den 80ern in einem LiedText. Und ab morgen schreit nach der Personalie Wulff kein Hahn mehr – und das ist gut so.

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One response

10 03 2012
Gwen

und morgen schreit kein Hahn danach…aber, dem Steuerzahler wird die Sache noch weitere 20 Jahre auf der Tasche liegen. Das finde ich schlimm. Ich glaube, dass die Zeit das hemmungslosen Bereichern in solchen Ämten läuft ab. Allmählich die Kürzungen sind auch bei der Banken angekommen. Der Chef der Barcleys Bank bekommt als Premie statt 9 mio nur noch 6 .-)) ich hoffe, er wird nicht verhungern

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