Wasser und Wein

24 02 2010

Ja, es geht um die -seit heute- ehemalige Hannöversche Bischöfin und EKD- RatsPräsidentin. Sie hat eine Straftat begangen, denn wer mit 1,5 Promille vorne links in ein Auto steigt, gefährdet sich und andere. Vorsätzlich? Ich weiß nicht. Mit soviel Alkohol kann wohl niemand mehr einschätzen, was er tut.  Aber mit Fingern auf diese Frau zu zeigen, die einen schweren Fehler begangen hat – steht uns das zu?  Wer unfehlbar ist, der werfe den ersten Stein. Margot Käßmann hat heute alle ihre kirchlichen Ämter niedergelegt, hat die Konsequenz aus ihrem schweren Fauxpas gezogen, weil sie diese Ämter nicht mehr mit der nötigen Autorität ausüben kann, wie sie heute in der Pressekonferenz sagte. Und ich finde diesen, ihren Schritt höchst achtenswert. Margot Käßmann war in ihrer Funktion in der EKD und als Bischöfin ein Leuchtturm und es ist ein großer Verlust – nicht nur für die Kirche.  Niemand wird ihr mehr Vorwürfe machen als sie selbst. Sie geht und ich wünsche ihr von ganzem Herzen, daß sie, die sie doch schon so viel in ihrem Leben durch hat, jetzt Leute in ihrem Umfeld hat, die sie auffangen, mit ihr das Kreuz tragen.