keine lahme Ente…

10 01 2010

war Daisy, sie kam doch recht vehement im PommerLand – und nicht nur da – hereingestürmt. Sie war schonmal ein ausgewachsener Kuhsturm – aus NordOst – im Norden Rügens mit satten 12bft, also Böen in voller Orkanstärke von ca 120km/h. So blaß sie sich noch gab, als ich am Sonnabend morgen nach Fürstenwalde fuhr, so heftig drehte sie auf, als ich abends wieder zuryck wollte.  Und selbst auf der RyckFahrt war noch alles unspektakulär – ja bis zum Parkplatz „Demminer Land“ auf der A-20, dort – also ca 45km vor der heimatlichen Hütte klemmte erstmals die Säge. Nach einer 3/4 Stunde hieß es umdrehen, die A-20 bis zur nächsten Abfahrt zurück und dann über die B-96 versuchen, nach

Greifswald durchzukommen. langsam setzte sich die Karawane in Bewegung, es ging auch gut bis zur Kreuzung Gützkow, an der in Richtung meiner Hansestadt ein Polizeiauto querstand, dessen Fahrer uns riet, auf die A-20 zu fahren, da da gerade ein SchneePflug in Richtung Greifswald gefahren sei. Na dann rauf auf die A-20 – und nach zwei Kilometerchen hatten sich die zwei SchneePflüge selbst festgefahren und es ging nixx mehr – weder vor noch zurück.

Ich kam unter einer Brücke zu stehen und es pfoff sehr erheblich, daß das ganze Auto wackelte – aber ich hatte Getränk dabei, Banane, Frikadellen mit viiiel Knofi, Brötchen, eine warme PferdeDecke, das Auto war bis an die HalsKrause vollgetankt und so richtete ich mich gedanklich auf ein Übernachten im Auto ein. Passieren konnte da nichts mehr weil sich nichts bewegte, also auch kein kein Laster von hinten auf das nun schon hundert meter zurückliegende StauEnde auffahren konnte.

WARTEN war angesagt, immer noch in der Hoffnung, daß es weitergeht – von den Bildern, die im Fernsehen schon gezeigt wurden – ja da hatten wir ja keine Ahnung. Nach einer guten Stunde kam Bewegung ins Pulk, etliche Autos drehten und fuhren langsam auf dem Seitenstreifen die zwei km zurück zur Auffahrt, da hab ich mich dann auch rangehängt und bin ebenfalls wieder zur B-96, konnte ich ja, wenn ich es schaffe nach Liepen zu „meiner Pastorin“ Frauke kommen. Die B-96 war jetzt allerdings eine einzige große SchneeWehe, in der ich mich dann leider auch festfuhr. Die Räder sacken ein und der gesamte Unterboden sitzt auf der SchneeFläche auf – da rührt sich nixx mehr. Das war’s dann wohl erstmal, aber da viele in der mißlichen Situation waren, wurde ich nicht panisch – hätte ja eh nichts gebracht. also warten – vollgetanktes Auto, laufende Maschine, warm im Auto und Radio an – und ich saß auf meiner Schneewehe fest und sicher, vor und hinter mir stand alles. Ich holte mir die PferdeDecke aus dem Kofferraum und war innerlich bereit, die Nacht im Auto zu verbringen. Und dann erschien ein Engel – der hatte keine Flügel, stattdessen einen weißblauen Trecker mit Schiebeschild und ganz vielen Scheinwerfern. Ich weiß nicht, ob der ein Bauer von umme Ecke oder ein Mann von der Straßenmeisterei war. Egal denk ich, erstmal Schleppseil raus(StarthilfeKabel und Schleppseil hab ich immer dabei, wie auch die „Pferdedecke“) und dann war es eine Sache von einer halben Minute und Schnee hatte wieder festen Schnee unter den Winterreifen, wie auch die anderen in der Reihe, denen dieser Engel mit dem Schiebeschild den Weg einebnete oder die Autos  freischleppte. Diesem Mann gilt in dieser Nacht mein besonderer Dank, denn der ermöglichte es mir, wenigstens nach Liepen zu gelangen, wo ich ein Nachtlager und einen guten Kaffee dankbar annehmen durfte bei Frauke und Torsten. Auch den beiden an dieser Stelle ein ganz lieber Dank. Die Bilder da oben sind auf dem letzten Stück Straße entstanden, kurz vor Liepen. Und ich hatte noch einen SchutzEngel dabei – ja was heißt EINEN – Neee mindestens DREI: meine bigi, deren Gedanken und Wünsche stets spürbar bei mir waren, die mir von ihr überlassene Ganeesha und der hl. Christophorus. Und ich weiß, daß es auch Gottes Führung und Geleit war, daß ich zu meiner Pastorin fahren konnte. Nach einem guten Frühstück hab ich dann auch mithelfen können, den PfarrHof und den Hof  ihrer SchwieMu vom Schnee zu befreien*lol* und nach getaner Arbeit hab ich natürlich die Kamera aus der Tasche gezupft: Winter in Pommerland – was ’ne Pracht. Und wie schön so eine SchneeWehenAllee aussehen kann am Morgen*schwelg*

Also nochmal ganz lieben Dank an : Frauke und Torsten, den BlauweißTreckerfahrer, meine LeuchtturmFrau, meinen bereits erwähnten SchutzEngeln.

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7 responses

10 01 2010
bigi

KOMM DU MIR NACH HAUSE! Pfft… einfach aus der Sicherheit bei Frauke schleichen, um über SchanappsZahlBahnen nach Greifswald zu fahren. HANSEEEEHAAAAAASEEEE ich liebe dich, mehr als tausend Worte sagen können, mehr als ich bei unseren MarathonTeles gestern rüberbringen konnte und überhaupt. Es gibt keine Worte dafür wie glücklich ich darüber bin, dass du heil und gesund und überhaupt wieder in der KuhStraße bist – auf unserem Turm am Ryck!
Ich liebe dich und getz bin ich gar und well done gleichzeitig im Kopp und fertig und müde und greif mir einfach deine Hand…
Hand in Hand ins SchlummerLand, weil unsere Liebe jede doofe Daisy überlebt – pummel ob 700Km zwischen deiner SchneeWehe und unseren rheinländischen Puderzuckerklümpchen liegen.
Schlaf schön mein Herz, träum was Schönes.
Dicken Kuss
dein Spatz
*tschülp*

11 01 2010
Mari

Ich hoffe heute wird es langsam besser da oben 🙂 man sieht im Fernsehen ja nur noch Horror …
Liebe Grüße von Mari

11 01 2010
Kerstin

Ich freu mich, dass Du sicher nach Hause gekommen bist. Die Schlagzeilen in unserer Tageszeitung sind heut das Schneechaos auf der A 20 und das gesamte Ostsee-Gebiet. Die liebe bigi hat uns ja ausführlich informiert und teilhaben lassen an ihren Ängsten und Gedanken.
Hab eine schöne Woche.
Liebe Grüße von Kerstin.

11 01 2010
SCHNEE

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11 01 2010
patty

ich bins auch sehr froh, dass Du nach dieser Horrort(or)tour endlich heil zu Hause angekommen bist und das unser Bigispatz wieder aufatmen kann udn Dir nix passiert ist. Gut, dass Du voll ausgerüstet warst, aber trotzdem, lieber daheim und in Sicherheit als nachts auf der Autobahn eingeschneit, selbst wenn man Sachen dabei hat, irgendwann ists net mehr angenehm udn ich hoffe andere Menschen hatten auch Glück und mussten nicht frieren und im Auto vegetieren… Kälte ist absolut nix, weiss das aus bitterster Erfahrung und das war dann net mal im Auto, sondern da wo man eigentlich sicher sein sollte, in der eigenen Behausung, mehere Tage ;-(
Pass gut auf Dich auf, da ist so eine zauberhafte Frau, die liebt Dich wie was….
lg patty

12 01 2010
Frau Momo

Euch hat Daisy ja wirklich arg gebeutelt. Ich bin froh zu lesen, das Du Deine Begegnung mit ihr ja dann doch gut überstanden hast und sogar noch nette Menschen treffen durftest.

12 01 2010
Wolfgang aus Greifswald

Ja liebe Frau Momo, es ist so schön, daß ich hier in meinem pommerschen PlattLand Leute habe, die mich so mögen wie ich bin, mit allen meinen Unzulänglichkeiten – und diese, „meine“ Pastorin, die kenne ich fast seit ich in Greifswald arbeite, seit 93(seit 92 bin ich im Greifswalder NDR-Studio) und dafür bin ich ganz doll dankbar.
GLGr. Dir liebe Birte vom Wolfgang aus der schönsten Hansestadt am Ryck.

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