Frischer Wind von der neuen

5 01 2010

BundesRegierung zum Wohle der Bevölkerung, zumindest von Teilen derselben.Wie getz? In der Krise?? Ja, in der Krise! da hat nämlich das Bundesfinanzministerium festgestellt, daß das Gesetz gegen Steuerhinterziehung wirkungslos sei, da es keine „Steueroasen“ nach dessen Definition gebe. Es gibt eine Graue Liste der OECD, die die Länder nennt, in denen Vermögen an den hiesigen FinanzÄmtern vorbei geparkt werden können, die aber von „unserer“ Regierung komplett ignoriert wird. So haben auch die FinanzÄmter keine Handhabe, da ihnen keine Liste der SteuerOasen zur Verfügung steht(es wahrscheinlich auch nie wirklich sollte).

So wurde vor einem halben Jahr von der Großen Koalition mit großem Brimborium ein Gesetz erlassen, das eh unwirksam bleiben sollte und jetzt können die Superreichen doch nochmal erheblich aufatmen, da der Herr Finanzminister das Gesetz nun komplett kassiert hat, getreu dem Amtseid, in dem er schwor, Schaden vom Volke abzuwenden.

Also alles fein, denn die Finanzbeamten brauchen sich auch zukünftig nicht mit den Anwälten der Superreichen herumzuschlagen, haben so viel mehr Zeit für ihr Kerngeschäft, zum Beispiel MahnBescheide schreiben an Leute, die ihre KFZ-Steuern zwei Wochen zu spät überwiesen haben. So sieht sie also aus, die Richtungsänderung der Politik. Herzlichen Glückwunsch Herr S. zu dieser Aufforderung zum Tanz, denn es war schließlich zu allen Zeiten ergiebiger „unten“ Zwei-Euro-Stücke einzusammeln. Masse macht Kasse. Und für die Klientel für die hierzulande Politik gemacht wird, wirds auch bequemer, wenn nur das Geld, nicht aber der HauptWohnsitz nach Liechtenstein wandert.

Advertisements

Aktionen

Information

4 responses

5 01 2010
bigi

Hmm, wie war das heute doch noch in einer dieser Magazine – ältere Frau aus Kassel hat einen kleinen Hund und wird krank – Die Tochter der Frau übernimmt den Hund in Pflege, bis die Mutter wieder gesundet. Während eines Spaziergangs wird der kleine Hund von zwei großen ZirkusHunden totgebissen – die Presse findet das Thema spannend und berichtet. Zwei Tage später hat die Frau Post vom Kasseler Steueramt, man hätte erfahren, dass ihr Hund gestorben sei und sie möge doch bitte das Steuerkennzeichen mitteilen, damit alles gelöscht werden kann. Daraufhin ruft die Frau an, sagt, dass das der Hund der Mutter aus XYZ sei, wo auch Steuer bezahlt würde – sie hätte den Hund nur in Pflege gehabt. Danach kommt ein Steuerbescheid und die Frau sollte für 2005-2009 knappe 400 Ocken HundeSteuern nachzahlen.
Wieso die Großen jagen, wenn man den Kleinen doch soviel Angst machen kann?

5 01 2010
Wolfgang aus Greifswald

Genau das ist es, und wir kriegen jetzt sehr deutlich gezeigt, wer die Macht im Lande hat und wer letztendlich die Zeche zahlen wird, die nötig ist, wenn die Reichen und Überreichen entlastet und geschont werden. Da kann man schonmal gepflegt 400Euren abziehen von Leuten, die sich kaum dagegen wehren können.
Und die Kasseler SteuerBeamten(die es im ganzen Land gibt) werden halt zukünftig mehr Zeit haben für solcherlei gewinnbringende Tätigkeit wie die mit dem toten NichtKasseler Hund.

6 01 2010
gwen

Hallo, Wolfgang, bei dir wird´s politisch;-))Na ja, so ruhig und sorglos sieht es nicht gerade aus bei der reichen:-)Die werden auch vom Finanzamt oft gezupft und gerupft und ohne Ärger geht es auch bei denen nicht. Aber, denen wünscht man das ja gerne. Hierzulande trauen sich die Bank Manager nicht auf die Strasse. Eben habe ich einen Bericht gesehen. Die werden bedroht und von ihren Häusern stehen oft Demonstranten. Viele haben schon den Handtuch geschmissen und in die ruhigeren Ländern ausgewandert z.B nach Deutschland, wo die Bürger viel braver sind;-)

7 01 2010
Wolfgang aus Greifswald

Es wird immer von der „Schere“ zwischen arm und reich geschwätzt, die immer weiter auseinanderklafft. Genau das ist es doch. Es fallen immer mehr Leute einfach hinten runter, obwohl sie mindestens 40 Stunden die Woche arbeiten. Auf der anderen Seite sind die von staatlichen Stellen geretteten BankManager wieder dabei, dicke Boni einzusacken, Ölspekulanten sind wieder dabei, eine neue Blase aufzubauen, es geht alles wieder so weiter wie vor der Krise. Nichts ist gelernt worden daraus. Und die Politik in D-Land vergißt die „Kleinen Leute“, die vielleicht irgendwann wieder was ganz Furchtbares in D-Land wählen werden. Der Boden wird jedenfalls bereitet hierzulande. Dann traut sich hier niemand mehr auf die Straße, wenn wieder gesungen wird „SA marschiert“ oder Ähnliches. Hier in Vorpommern, der ärmsten Region D-Lands, sind diese Herrschaften schon sehr aktiv, unterwandern schon Vereine, Feuerwehren und SportClubs, kommen schon in „der Mitte der Gesellschaft“ an.
Sollte es dazu kommen, werden wir wohl solange es noch geht auswandern nach – ja ich weiß nicht: vielleicht nach Irland oder Wales oder eine kleine Kanal-Insel.
Noch aber geht es hier, möge es noch eine Weile gut gehen!
In diesem Sinne sei ganz lieb gegrüßt, liebe Gwen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




%d Bloggern gefällt das: